Internationale Regatta Duisburg 2019 - Mahni Fatahi siegt und fährt zur EM

Geschrieben von Hansjörg Käufer.


Bild: Mahni Fatahi

Ein Sieg im leichten Doppelvierer plus die Fahrkarte zur EM für Mahni Fatahi, dazu zwei vordere Plätze für Katrin Volk in der U-23-Klasse - die Bilanz der kleinen aber feinen Ulmer Truppe auf der Regattabahn in der Duisburger Wedau konnte sich sehen lassen.

Mahni Fatahi ist der Übergang von der U-23-Klasse rauf zur Elite endgültig gelungen. Er und seine Mitstreiter Julian Schneider (Frankfurt), Lucas Schäfer (Marburg) und Joachim Agne (Würzburg) setzten sich am ersten Regattatag mit einer Länge vor den Booten aus den Niederlanden der Tschechei, Spanien und einer weiteren deutschen Renngemeinschaft durch. Bei starkem Gegenwind und hohem Wellengang ruderte die Crew um Fatahi vom Start weg vor dem Feld und baute den Vorsprung kontinuierlich auf eine Bootslänge aus.

"Die Bedingungen waren recht chaotisch, ein richtiger Kraftakt" kommentierte der Chemiestudent das erste gemeinsame Rennen. Tags darauf mussten sich die Deutschen hinter dem Boot aus Frankreich und vor Deutschland II, den Niederlanden, Deutschland III sowie den Tschechen mit dem zweiten Platz begnügen. Abermals war es durch den seitlich einfallenden Gegenwind nicht einfach zu rudern. "Im Vorlauf haben wir die Franzosen noch deutlich geschlagen. Das Finale lief eigentlich besser, die Franzosen hatten halt einen spürbaren Bahnvorteil."

In der Tat: Die Duisburger Strecke ist wegen unterschiedlicher Verhältnisse auf den sechs Bahnen bekannt. Letztendlich war es jedoch keine Frage, dass Fatahi und seine Kollegen zur EM fahren. Knapp drei Wochen bleiben dem Quartett bis auf dem Luzerner Rotsee das erste Startsignal ertönt. Die Vier wollen die Zeit für intensives Training und Arbeit am Feinschliff nutzen.

Mit unterschiedlichen Partnerinnen ging Katrin Volk im leichten Doppelzweier in die beiden Renntage. Nachdem sie letztes Jahr bei der U-23-WM Silber holte, soll dieses Jahr erneut der Sprung ins Nationalteam folgen. Der Deutsche Ruderverband  (DRV) testet dazu verschiedene Kombinationen. Ihr zweiter Platz in der U-23-Wertung zusammen mit Luise Asmussen (Vegesack) war da schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Noch besser lief es am zweiten Tag mit Johanna Reichardt aus Leipzig. Die restlichen U-23-Boote konnten gegen Volk und Reichardt nichts ausrichten. Der nächste wichtige Termin folgt bereits in zwei Wochen mit einer Kleinbootüberprüfung in Hamburg. Dort wird eine vordere Platzierung nötig sein, um für die U-23-WM im Gespräch zu bleiben. Die Reise würde die Ulmer Studentin der Medizintechnik Mitte Juli nach Sarasota/Florida führen.

Info zu Mahni Fatahi
Den Sprung in den Doppelvierer schaffte Mahni Fatahi über die Wintermonate. Durch seine glänzenden Leistungen im Boot und auf dem Ergometer wurde er vom DRV in einen sechsköpfigen Perspektivkader berufen. Das Team genießt eine spezielle Förderung. So konnten die Athleten von Januar bis März mehrfach im wärmeren Gegenden wie zum Beispiel in der Nähe von Pisa trainieren. Anfang 2020 soll aus dieser Gruppe der Doppelzweier für die olympischen Spiele gefunden werden, der einzigen Bootsklasse für Leichtgewichte (bis 70kg). Zunächst rudert Fatahi jedoch im Doppelvierer. Nach der EM folgen Einsätze bei den World-Cups in Poznan und Rotterdam.